Aktiv gemanagte ETFs sind auf dem Vormarsch

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Ein wachsender Anteil der ETF-Zuflüsse fließt in aktive Strategien, die eine Schlüsselrolle in Ihrem Gesamtdepot spielen können.


Über den Großteil der Historie des ETF-Marktes haben die Zuflüsse in passive Fonds dominiert. Im vergangenen Jahr flossen jedoch fast 10 % aller ETF-Zuflüsse in aktive ETFs (Abbildung). Das spiegelt eine deutliche Veränderung der Anlegerbedürfnisse wider und folgt der Entwicklung aktiver ETFs in anderen Weltregionen.

Aus unserer Sicht bietet dieser Trend eine klare Chance für Finanzberater, ihre Instrumente zur Portfoliokonstruktion aufzurüsten und eine zunehmend beliebte Anlageform zu nutzen. Passive ETFs spielen natürlich eine nützliche Rolle, insbesondere für ein kostengünstiges Engagement in effizienteren, standardisierten Marktsegmenten. Doch sie sind nicht die einzige Möglichkeit, ETFs einzusetzen.

In anderen Marktbereichen, die weniger effizient sind oder in denen Anleger mehr als nur ein breites passives Engagement wünschen, können aktive ETFs einen Unterschied machen. Unserer Meinung nach können Finanzberater, die diese Lösungen heute in ihr Instrumentarium integrieren, für ihre Kunden Chancen nutzen und Risiken managen – und nicht nur den Markt abbilden.

Aktive ETFs sind auf dem Vormarsch
Aktive und passive Anteile der ETF-Marktzuflüsse (Prozent)

Eine vergangenheitsbezogene Analyse stellt keine Gewähr für zukünftige Ergebnisse dar.
Stand: 28. Februar 2026
Quelle: Broadridge und AllianceBernstein (AB)

Marktengagements an die Bedürfnisse der Kunden anpassen

Mit aktiven ETFs können Berater die spezifischen Ergebnisse anpeilen, die Kunden fordern, wie z. B. die Generierung von Einkommen oder die gezielte Suche nach Diversifikation mit Wachstumsteilhabe in thematischen Trends. Das ermöglicht es Beratern, Portfolios enger an den Zielen ihrer Kunden auszurichten und dabei ihr Wertversprechen zu differenzieren.

  • Werten Sie Ihr Kernportfolio auf: Ein disziplinierter, wiederholbarer Weg zur Aufwertung des Kernengagements durch die Kombination fundamentaler Titelauswahl mit systematischen Risikokontrollen. Anleger können zunehmende Zusatzerträge anstreben, und dabei unbeabsichtigte Risiken begrenzen und die Benchmarkabweichung im Rahmen halten.
  • Aktive Anleihenauswahl: Die Anwendung von Analysen über historische Ausführungen und makroökonomische Beziehungen zwischen Ereignissen und Preisgestaltung hinweg kann helfen, systematisches Alpha (risikobereinigte „Zusatzerträge“ gegenüber einer Benchmark) mit benchmark-ähnlicher Volatilität sowie Einkommen zu liefern.

Anpassung an Marktbedingungen

Im Gegensatz zu regelbasierten Indexstrategien bietet aktives Management die Flexibilität, auf veränderte Marktumfelder zu reagieren. Diese Anpassungsfähigkeit unterstützt eine durchgängigere Ausrichtung an den Anlegerzielen und ermöglicht es den Managern, von Marktverwerfungen zu profitieren.

  • Thematische Strategien: Langfristige säkulare Wachstumstrends können zusammen mit Signalen wie Gewinnrevisionen anvisiert werden, um das Momentum in sich schnell entwickelnden Marktsegmenten zu nutzen.

Professionelles Management und eine Struktur, die Reibungsverluste reduziert

Mit aktiven ETFs haben Anleger Zugang zu professionellem Investmentmanagement. Erfahrene Portfolioteams durchsuchen die Märkte nach Chancen und steuern gleichzeitig sich entwickelnde Risiken, was eine leistungsstarke Kombination mit den strukturellen Vorteilen von ETFs bildet:

  • Liquidität: ETFs sind untertägig handelbar, was Anlegern und Beratern erhebliche Flexibilität und Kontrolle gibt.
  • Kostenvorteil: Da sie im Vergleich zu traditionellen aktiven Fonds oft wettbewerbsfähige Kostenstrukturen aufweisen, können ETFs die Gebührenbelastung verringern.
  • Flexibilität: Im Gegensatz zu regelbasierten passiven Strategien können aktive ETFs Barreserven aufbauen, wie es der Manager für richtig hält, und können neues Geld dort einsetzen, wo es am aussichtsreichsten ist.
  • Transparenz: Die tägliche Offenlegung der Portfoliobestände ermöglicht ein klares Verständnis der Engagements, sodass Finanzberater Risiken angemessen steuern und überwachen können.

Dank dieser Attribute verringern aktive ETFs die Reibungsverluste, die in der Vergangenheit die Wirkung des aktiven Managements im Vergleich zu Marktbenchmarks eingeschränkt haben.

Was aktive ETFs für Ihre Kunden tun können… und für Sie


Aktiv gemanagte ETFs sind ein wichtiger Wachstumsbereich in der Portfoliokonstruktion. Sie können Vorteile für langfristige strategische Allokationen bieten, indem sie ineffiziente Märkte erschließen, die Volatilität steuern oder die Erträge steigern. Andere Marktsegmente können von einer taktischen Mischung aus aktiv und passiv profitieren, wobei Berater die Mischung basierend auf sich entwickelnden Risiken und Chancen anpassen.


Da sich die Zuflüsse in aktive ETFs beschleunigen, können Finanzberater, die deren Potenzial nutzen, greifbare Vorteile für ihre Kunden schaffen. Eine durchdachte Mischung aus passiven und aktiven Strategien kann die gewünschten Ergebnisse der Anleger effektiver anpeilen und Berater an der Spitze der Innovation im Design von ETF-Portfolios halten.

Der Wert einer Anlage kann sowohl steigen als auch fallen. Anleger erhalten möglicherweise ihr eingesetztes Kapital nicht vollständig zurück. Das Kapital ist einem Risiko ausgesetzt. Es kann nicht garantiert werden, dass jegliche Anlageziele erreicht werden. 

ETFs unterliegen Risiken in Bezug auf Notierung, Liquidität, Handel und Abwicklung und können auch Gebühren und steuerliche Aspekte mit sich bringen, die den Gesamtertrag der Anlage beeinflussen.