Finanzen sind bereits da. Europäische Banken erzielen überlegene Renditen, gemessen an der Aktionärsrendite (Abbildung oben), was 2025 einen Anstieg von 40 % bei den MSCI EAFE-Finanzwerten bewirkte. Dennoch werden europäische Bankaktien mit einem erheblichen Abschlag gegenüber US-Banken bewertet.
Japan wiederum verfolgt eine Politik der gezielten geldpolitischen Lockerung und reduziert gleichzeitig seine Abhängigkeit von Cross-Shareholding – der langjährigen Praxis des Austauschs von Aktien zwischen Unternehmen. Japans Initiative zur „Qualitätssteigerung“ hat seit den 1990er Jahren die Beteiligungen um mehr als 50 % reduziert. Allgemeiner gesagt hat eine facettenreiche Bemühung, die Corporate-Governance-Praktiken zu reformieren und die Eigenkapitalrendite der Aktionäre zu verbessern, Japan zu einem zunehmend attraktiven Markt für globale Anleger gemacht.
Defensive Nicht-US-Aktien können US-Beteiligungen ergänzen
Während die Lage für Nicht-US-Aktien recht positiv ist, glauben wir, dass US-Aktien bei der globalen Allokation immer noch eine wichtige Rolle spielen. Aber nach einer Zeit, in der viele Anleger ihre Allokationen in den USA erhöht haben, könnten Aktien außerhalb der USA dazu beitragen, ihre Allokationen auszugleichen, indem sie eine breitere Palette von Ertragstreibern auf der ganzen Welt nutzen.
Unabhängig davon sollten Anleger sicherstellen, dass sie nicht zu viel Wert darauf legen, wo ein Unternehmen ansässig ist. Einige der größten Unternehmen, die nicht in den USA ansässig sind, verfügen möglicherweise über umfangreiche Geschäftsvolumina in den USA. In ähnlicher Weise verfügen viele Unternehmen mit Sitz in Europa, Asien oder den Schwellenländern über globale Einnahmequellen, die nicht unbedingt von den makroökonomischen Bedingungen ihres Heimatlandes beeinflusst werden.
Natürlich gibt es heute weltweit zahlreiche Risiken. Angesichts der wachsenden Liste geopolitischer Spannungen und des Potenzials für eine Konjunkturabschwächung kann eine defensivere Strategie dazu beitragen, das Vertrauen der Anleger in die Verlagerung auf Nicht-US-Aktien im aktuellen Umfeld zu stärken. Wir sind der Ansicht, dass Aktien hochwertiger internationaler Aktien mit relativ stabilen Gewinnströmen und attraktiven Bewertungen dazu beitragen können, dass risikobewusste Anleger ihre globalen Allokationen ausweiten und gleichzeitig vor potenziellen Volatilitätsschüben schützen können.
Auch nach der letztjährigen Rally werden Nicht-US-Aktien mit steilen Abschlägen gehandelt. Angesichts der jüngsten Rotation des Marktes könnte es für Anleger an der Zeit sein, eine auf die USA ausgerichtete Strategie mit einem diversifizierteren und global ausgerichteten Ansatz zu ergänzen.