Qualitätsgelegenheiten erstrecken sich auch auf Gefallene Engel – ehemals Investment-Grade-Wertpapiere, die in das Hochzinsuniversum herabgestuft wurden. Die Aktivitäten der Ratingagenturen haben sich nach unten verschoben, wodurch Herabstufungen die Heraufstufungen übertreffen und Gefallene Engel die Aufsteigenden Sterne zahlenmäßig überwiegen. Historisch gesehen tendierten Gefallene Engel dazu, sich nach ihrem Übergang in den Hochzinsbereich überdurchschnittlich zu entwickeln.
2. Überzeugung bei CCC-Anleihen erforderlich
Unserer Ansicht nach erfordert die unterste Stufe des Hochzinsuniversums die strengste Sorgfaltsprüfung. Rund ein Viertel der CCCs wird auf Notleidend-Niveaus gehandelt, mit Spreads von 1.000 Basispunkten oder mehr – was ein erhebliches Ausfallrisiko impliziert. Die meisten CCCs bieten jedoch keine ausreichende Entschädigung für dieses Risiko, was die Notwendigkeit einer starken, research-getriebenen Überzeugung unterstreicht, wenn man die wenigen attraktiven Chancen identifiziert, die tatsächlich existieren.
3. US-Nicht-Basiskonsumgüter
Trotz höherer Energiepreise blieben die Konsumausgaben in den USA widerstandsfähig – insbesondere bei Haushalten mit höherem Einkommen. Diese Verbraucher unterstützen überproportional zyklische Branchen wie Glücksspiel, Beherbergung und Einzelhandel. Die Spreads in diesen Branchen haben sich im Vergleich zu nicht-zyklischen Werten ausgeweitet, was attraktivere Bewertungen schafft. Dennoch sollten Anleger selektiv vorgehen.
4. Vorsicht bei Kommunikation und Technologie
Für uns sehen die Bewertungen in Teilen des Kommunikations- und Technologiesektors angespannt aus, wo struktureller Gegenwind es schwieriger macht, das Risiko zu rechtfertigen. Kommunikationsunternehmen sehen sich mit schrumpfenden Abonnentenbasen und hoher Schuldenlast konfrontiert, während viele Technologie-Emittenten ihren Leverage sogar erhöht haben, während sich das Wachstum verlangsamt und die Zinsaufwendungen steigen. Wir sind der Meinung, dass Anleger in Bezug auf diese Branchen vorsichtig sein sollten.
Einige Software-Emittenten könnten jedoch eine Ausnahme bilden: Software verzeichnete kürzlich Kursverluste aufgrund von Bedenken hinsichtlich der KI-Disruption – was eine Verwerfung schafft, die in unserer Analyse selektive Bestände auf attraktiven Niveaus rechtfertigen könnte.
5. Nord- und südamerikanische Midstream- und E&P-Emittenten
Bei erhöhten Energiepreisen sind wir der Meinung, dass sowohl Midstream- als auch unabhängige Explorations- und Produktionsunternehmen (E&P) genauer betrachtet werden sollten. Wir bevorzugen Midstream-Emittenten in Nord- und Südamerika, die weniger den Versorgungsstörungen im Nahen Osten ausgesetzt sind und von höheren Ölpreisen, steigender Energienachfrage und einem lockeren regulatorischen Umfeld in den USA profitieren könnten.
Unabhängige E&P-Emittenten stechen ebenfalls hervor, nachdem sie in den Jahren nach der COVID-19-Pandemie ihre Bilanzen gestärkt haben. Darüber hinaus könnte die steigende M&A-Aktivität im Energiesektor für Anleihegläubiger im Falle einer Kapitalmaßnahme Aufwärtspotenzial bieten.
Zusätzliche Gelegenheit: Ausgewählte europäische Emittenten
Hochzinschancen lassen sich weltweit finden, und Europa sticht auf relativer Basis hervor. Für Anleger auf US-Dollar-Basis bieten europäische Hochzinsanleihen einen Yield-to-Worst von 8,1 %, wenn sie in US-Dollar abgesichert sind – 70 Basispunkte höher als der US-Markt (Abbildung). Europa tendiert im Vergleich zu den USA ebenfalls zu Emittenten höherer Qualität, mit mehr Anleihen mit BB-Rating und weniger CCCs.